U.T.A.
U.T.A.

MUSIKREVIEWS.DE,, vom 24. 02. 2022

Eine Dame und ihre Gitarre. Gesang und gezupfte Saiten. Hier ist Basisprogramm angesagt. Die Musik von U.T.A. ist, entgegen dem ersten Eindruck den das abstrakte Modern-Art Cover hinterlässt, ein Garant für ruhige, aber fröhliche Momente, in denen sich der ganze Stress der Außenwelt einfach mal vergessen lässt. Mit ihrem ruhigen Singer-Songwriter-Charakter, einer doch etwas aufgekratzten Blues-Kante und akustischem Folk hockt U.T.A. ganz bequem zwischen mehreren Stühlen. Die Gitarre ist dabei viel mehr als nur Begleitinstrument: Mal sanft und bedacht, dann wieder mit entschlossener Energie werden die Saiten immer im Sinne des Songs angeschlagen.

„The Name Of The Game“ stellt zunächst die nachdenkliche, introvertierte Seite der Musik in den Vordergrund. Aber bereits hier präsentiert sich U.T.A. als Überzeugungstäterin, die ganz genau weiß, was ihre Stimme kann und was sie transportieren will.
Daher klingt „Sounds Good“ dann eher locker und gefällt mit leicht ironischem Unterton. In manchen kurzen Momenten kommen stimmliche Parallelen zu Emma Ruth Rundle zum Vorschein, die ja durchaus in ähnlichen Gefilden wildert.

 

Im Grunde entzieht sich U.T.A aber weitestgehend anderen Vergleichen. Das liegt u.a. daran, dass in jedem Ton spür- und hörbar ist, dass hier vor allem ein Herz musiziert. Soll heißen: Jede Zeile und jeder Ton wirken authentisch und ehrlich. Alles was hier vorgetragen wird, entspringt dem direkten Drang eines jeden echten Künstlers, sich ausdrücken zu müssen, nicht zwingend zu wollen. Da darf es dann auch gerne mal drängender werden („Otherwise I Am Fine“).

Im Gesamtbild präsentiert sich U.T.A vor allem als Mensch, der seine eigenen Höhen und Tiefen vertont, um sie vielleicht selbst besser zu verstehen. Diese Form der Selbsttherapie ist auch keine wirkliche Seltenheit, sie allerdings ernsthaft und authentisch durchzuziehen, schafft auch nicht jeder. Das sanfte, aber doch tiefschürfende „What Should I Do“ lässt diesbezüglich tief blicken und stellt existenzielle Fragen, die jeder zwischenmenschlichen Beziehung zugrunde liegen, ja sie gewissermaßen auszeichnen.
Die größte Emotionalität vermitteln aber die Songs, in denen vor allem der Gesang die Führung übernimmt. „Waiting“ ist so eine Nummer. Sparsam instrumentiert aber einfühlsam intoniert verbreitet die Musik ein Gefühl von Unsicherheit, das sich stets einstellt, wenn man auf jemanden oder etwas wartet, ohne zu wissen was wann oder wie eintritt. So banal das klingen mag, es wirkt und geht ans Herz.

 

Dass sie aber auch die schönen Seiten des Lebens genießt, zeigt U.T.A. mit dem amüsanten „Addicted To Chocolate“, das vor allem durch den mehrstimmigen Gesang punkten kann.
„Talk About Me“ gefällt dann mit gehörigem Blues-Einschlag, der sich auch stimmlich im rauchigen Flüstern der Sängerin offenbart. Sehr coole Nummer mit toller, irgendwie aufgekratzter Energie.
Das melancholische „One Day“ klingt dann wie der Gegenentwurf dazu. Introvertiert und nachdenklich wird hier die Zukunft besungen und es werden Fragen gestellt, die sich heutzutage fast jeder stellt, für die aber kaum jemand eine überzeugende Antwort findet. Dieser stets greifbare Bezug zum tagtäglichen Dasein macht U.T.A.'s Musik authentisch und nahbar, was sich in wirklich jedem Songs dieses Albums nachhören lässt.

 

FAZIT: U.T.A. zeigt mit „No More No Less“ dass sie ein musikalisches Multitalent ist, lässt es aber nicht überheblich raushängen. Der grundlegende Antrieb dieser Musik ist immer ein spürbarer Drang, sich auszudrücken, egal ob durch positive Vibes oder eben Nachdenklichkeit. U.T.A. nimmt den Hörer zugleich mit auf eine Entspannungsreise, während der auch mal gelacht werden darf. Diese Balance zwischen den unterschiedlichen Themen lässt die Musik angenehm nahbar erscheinen. Dass darüber hinaus im Grunde jeder Song schnell ins Ohr wandert und am Ende der Finger durchaus versucht ist, auf Repeat zu drücken, ist zudem ein wirklich gutes Zeichen.

Dominik Maier (Info)(Review 333x gelesen, veröffentlicht am )
 

 

 

by Dennis

Atmosphärisch!

U.T.A. – No more no less

Ganz entspannt kommt U.T.A. Auf irem dritten Album an. Uta Holst-Ziegeler verfügt über eine charismatische Stimme, die man so in Deutschland nicht alle Tage zu hören bekommt. Sparsam instrumentiert gewinnen Songs wie Waiting oder der Opener The Name of the game so zusätzlich. Die 16 Songs in 48 Minuten erzählen so manches und der Talkin Blues in Talking klingt als hätte ihn der selige John Lee Hooker einst verfasst und wer den Vergleich mit dieser Bluesgröße schafft und mit ihr in einem Atemzug genannt wird, der hat ein beachtliches Stück Musik kreieren können.

Das Multitalent U.T.A., die nicht nur den Blues hat, sondern auch als Schauspielerin tätig war, in ein Genre einzuordnen, fällt wegen ihrer enormen Vielseitigkeit schwer. Aber dem Multitalent mit der Stimme, die zwischen Jazz, Blues und Soul wunderbar wechseln kann, ist mit No more no less ein ungemein spannendes Werk geglückt.

STADTKIND MAGAZIN HANNOVER


Wenn sich Musiker:innen nur mit Gitarre auf die Bühne stellen, ist es gut, wenn da ein bisschen mehr schwingt, als „nur“ eine schöne Stimme. Bei der Dortmunder Blues- und Folksängerin schwingt viel mehr: raue Untertöne ebenso wie ganz zart hingetupfte. Sie maunzt und flüstert und setzt ihre (wunderschöne) Stimme so gekonnt ein, dass es viel mehr als ein Fingerschnippen dazu gar nicht braucht.

Folker, Ausgabe 4/15

U.T.A.
Endless Summer

Sound-Exit-Records
16 Tracks, 47:43

Wozu braucht die Welt ein Magazin wie den Folker, wenn es doch Spotify und Last FM gibt, wodurch der Hörer Neuheiten in unbegrenzter Zahl aus seinem Lieblingsgenre hören kann? Die Antwort ist einfach: Damit Alben wie Endless Summer nicht untergehen. Die Künstlerin U.T.A. hat ein großartiges Debüt hingelegt, welches komplett handgemacht und ohne Werbebudget die musikalische Welt bereichert. Eine Liedermacherin mit Gitarre und selbst geschriebenen Songs, das klingt nach einer CD von Tausenden. Aber bereits bei den ersten Tönen zieht die Künstlerin den Hörer in ihren Bann. Die bluesige Stimme der Sängerin klingt noch lange nach dem Ende der Albumlaufzeit im Ohr. Die begleitende Gitarre ist, wie übrigens die gesamte Produktion, auf höchstem Niveau. U.T.A. schreibt ihre Songs auf Englisch und legt vorsichtshalber keine Texte ins Booklet, auch die Homepage ist mehr als spartanisch. Selbst hören ist also angesagt, um den Worten der Dortmunderin zu folgen. U.T.A. hat ihren Stil gefunden und drückt ihn perfekt aus. Das Cover im Bauwagenstil harmoniert mit dem Inhalt. Das Einfache wird zur bewusst gewählten Kunstform, und Endless Summer damit in jedem Wortsinn schlicht großartig.

Christian Elstrodt

Bluesnews 84/2016

Leise und voller Seele kommt auch U.T.A. mit ihrem Album ENDLESS SUMMER daher. 16 Songs aus eigener Feder, dargeboten mit ihrer schönen variablen Stimme, machen die CD zu einem echten Hörerlebnis. Man könnte U.T.A. sicherlich im Singer-Songwriter -Bereich verorten, aber in ihrer Musik ist viel kräftiger Blues....da braucht es offene Ohren und ein Faible für Zwischentöne.

Thomas Ritter

Ortszeitung Nettersheim

......Während es draußen regnete, versetzte die Singer-Songwriterin die ca. 100 Zuhörer in eine wohlige,  melancholische Stimmung. Mit warmer, gelegentlich angerauter Soulstimme erzählt u.t.a. mit ihren ausschließlich in Englisch geschriebenen Texten kleine Alltagsgeschichten.... Vom sehr langsamen Blues über jazzig angehauchte Stücke („Days in september") und Folk („Rain") bis zu rockigem Soul mit schön schnarrenden Stimmbändern („That ain't me") bietet die Sängerin ein breites gesangliches Spektrum und begleitet sich selber dabei mit exzellentem Gitarrenspiel.....

Wolfgang Raith

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